Repräsentative INSA-Befragung

Deutsche schätzen ihre Stadt- und Gemeindewappen

Eine repräsentative INSA-Studie im Auftrag des Instituts für Kommunalheraldik erhebt erstmals die Einstellung der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zu ihren Kommunalwappen.

In Deutschland existieren derzeit 10.740 politisch selbstständige Städte und Gemeinden (Stand: 2024). Etwa 95 % von ihnen verfügen über ein eigenes Wappen.
Eine Online- und Telefonumfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA mit über 2.000 Befragten zeigt, dass den Deutschen ihre kommunalen Wappen wichtig sind.

Als Gründe nennen die Befragten, dass mit einem Stadt- oder Gemeindewappen Tradition und kulturelles Erbe bewahrt werde. Das Wappen diene der Wiedererkennung und fördere Gemeinschaftsgefühl und Heimatverbundenheit.

Drei weitere interessante Ergebnisse der ­INSA-Befragung im Auftrag des ­Instituts für Kommunalheraldik:

  1. Die Deutschen hängen an ihren Stadt- und Gemeindewappen. Über 94 % der Befragten, die ihre Meinung zum Thema Kommunalwappenakzeptanz äußern, finden es gut, dass ihre Stadt oder Gemeinde ein Wappen führt. (Abb. 1)
  2. Was ein modernes Design ihres Wappens betrifft, sind die Bürgerinnen und Bürger zurückhaltend: 62 % erwarten keine modernere Optik des Wappens. Hingegen wünschen sich die Mitarbeiter in den Kommunalverwaltungen mehrheitlich (54 %) eine optisch modernere Gestaltung ihres Stadt- oder Gemeindewappens. (Abb. 2)
  3. Knapp drei Viertel der Befragten, die sich dazu äußern, sind der Auffassung, dass sich ein Wappen besser für die Repräsentation ihrer Kommune eignet als ein Logo (32 % pro Wappen und 11 % pro Logo).

 Die vollständige INSA-Befragung senden wir Ihnen kostenfrei zu. Bitte nehmen Sie dazu per Mail Kontakt auf: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

grafik insa umfrage

Abb. 1 – Wesentliche Ergebnisse der INSA-Kommunalwappen-Studie 2025/26. Den Deutschen sind ihre Stadt- und Gemeindewappen ans Herz gewachsen – mehr als ihre Logos.

 Wappen zeitgemäß darstellen

„Eine deutliche Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger bekennt sich zu ihrem Stadt- oder Gemeindewappen und begrüßt, dass ihre Kommune ein Wappen führt. Es soll die örtliche Tradition wahren und als Gemeinschaftssymbol dienen. Aus der Sicht der Verwaltungen soll das Wappen gleichzeitig modern und funktional sein“, fasst Frank Diemar, Inhaber des Instituts für Kommunalheraldik das Bild zusammen, das die ­INSA-Studie von der Meinung der ­Deutschen zu ihren Kommunalwappen zeichnet.

Deutschland einig Wappenland

Die INSA-Befragung zeigt nur geringe Un­terschiede zwischen Ost- und West­deut­­schen bei der Einstellung zu ihren kommunalen Wappen. Lediglich bei der Frage nach dem besseren Repräsentationszeichen für ihre Stadt vertrauen im Osten etwas mehr Befragte auf ein Wappen (Ost: 38 %; eher Logo nur 9 %; West: 30 % eher Wappen, 13 % eher Logo). Auf die Frage, ob die eigene Stadt oder Gemeinde professioneller auftreten ­sollte, antworteten ebenfalls mehr Ostdeutsche mit ja. (Ost: 44 %, West: 37 %)

Beim Vergleich der ­Bundesländer erweisen sich Rheinland-Pfalz, Sachsen, ­Bayern und Brandenburg als die wappenfreudigsten Regionen Deutschlands. Sie stehen an der Spitze des Länderrankings zur Wappenaffinität ihrer Bürger. (Abb. 1)

kommunalwappen studie 2

Abb. 2 – Die Experteninterviews im qualitativen Teil der ­Studie mit Bürgermeisterinnen und Bür­germeistern und weiteren Amts­trägern bestätigen den Wert des Wappens als vertrauens­würdigstes kommunales Symbol.

Parteiübergreifende Wappenzustimmung

Bemerkenswert erscheint, dass für alle dargestellten Ergebnisse die Parteipräferenz der Befragten kaum eine Rolle spielt. Auf die Frage: Wie finden Sie es, dass ihre Stadt ein Wappen führt? – antworten mit „eher schlecht“ 7 % der Befragten mit BSW-Präferenz und 2 % mit FDP-Präferenz. Bei den Anhängern aller anderen Parteien (CDU, SPD, AfD, Grüne und Linke) sagen jeweils 3 – 5 %, dass sie die Führung eines Wappens „eher schlecht“ finden.

Wappen oder Logo?

Studienleiter und INSA-Chef Hermann Binkert: „Nur jeder Achte hält ein Logo zur Repräsentation seiner Kommune für besser geeignet als ein Wappen. Das Stadtwappen schlägt das Stadtlogo.“

Doch was macht die Anziehungskraft von Kommunalwappen für die Bürgerinnen und Bürger aus? Stadtwappen genießen laut Studie eine mehr als doppelt so hohe Bekanntheit in der Bürgerschaft (64 %) als Stadtlogos (28 %). Hohe Bekanntheit wirkt sich – wie die Kommunikationsforschung vielfach bewiesen hat – positiv auf Sympathiewerte aus.

Zum Wert von Wappen trägt zudem bei, dass sie – im Unterschied zu den als eher kurzlebig wahrgenommenen Logos – bleibende Symbole sind. Neben der im Wappen vielfach visualisierten Regionalhistorie gibt es noch weitere Gründe für die Beliebtheit von Stadt- und Gemeindewappen. Zu den Vorzügen von Kommunalwappen gehört die Verbindung von Anschaulichkeit und Sinn. Hinter vielen Wappenbildern verbirgt sich eine besonders markante und erzählbare Geschichte mit Bezug zur Stadt oder Gemeinde.

Wappen stärken Vertrauen

Die Mehrheit der deutschen Bürgerinnen und Bürger nimmt ihr Wappen als Gemeinschaftssymbol wahr. Sie verstehen es als kommunale Marke für ihre Stadt oder Gemeinde, die als Identifikationsanker nach innen und Repräsentationszeichen nach außen dient.

Das bestätigen die Experteninterviews im qualitativen Teil der INSA-Studie: Eine wiederkehrende Aussage der teilnehmenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister fasst IfK-Inhaber Frank Diemar so zusammen: „Das Wappen gehört zur DNA der Stadt. Es vermittelt Beständigkeit und Stabilität. Das macht es für die kommunale Gemeinschaft besonders wertvoll.“ So erklären die Interviewten unisono, dass kommunale Medien mit abgebildetem Wappen bei den Bürgerinnen und Bürgern mehr Vertrauen genießen als solche mit Stadtlogo.

Städte, Gemeinden und Landkreise sind somit gut beraten, wenn sie ihr in der Bevölkerung akzeptiertes Wappen nutzen, pflegen und – wenn nötig – visuell modernisieren und digital fit machen. Ein gut geführtes Wappen bildet weiterhin das kulturelle Dach für die kommunale Gemeinschaft und die vertrauenswürdigste Konstante im Kommunalen Erscheinungsbild.

Die vollständige INSA-Befragung senden wir Ihnen kostenfrei zu. Bitte nehmen Sie dazu per Mail Kontakt auf: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Quelle: Deutsche Kommunalwappen-Studie 2025/26 von INSA-Consulere GmbH; Stichprobe: 2004 ­Personen aus Deutschland ab 18; Onlinebefragung, ­gestützt durch die Telefonbefragungsmethode INSA Perpetua Demoscopia; Feldzeit 09/2025; 18 Experten­interviews mit Bürgermeister­innen und Bürgermeistern und weiteren komunalen Amts­trägern 10/2025 – 04/2026

kommunalwappen studie 3

Institut für Kommunalheraldik (IfK)

Jede Kommune sollte über ein heraldisch gelungenes und zeitgemäß dargestelltes Wappen verfügen. So kann das kommunale Hoheitszeichen seine Rolle als Identifikationsanker nach innen und als Repräsentationssymbol nach außen bestmöglich erfüllen.

Um dieses Ziel zu erreichen, berät das IfK Kommunen und Landesbehörden, entwickelt neue Kommunal­wappen und optimiert im heraldischen Bestand. Die IfK-Lösungen verbinden das Wappen als eine visuelle Konstante des kommunalen Erscheinungsbildes mit einem adäquaten Kommunal-Design-Konzept, das auch im ­digitalen Raum funktioniert.

Alles Wichtige über Wappen auf www.kommunalwappen.de.

INSA-Consulere

Das Markt-und Sozialforschungsinstitut ist ein unabhängiges, inhabergeführtes Familienunternehmen, das vom Gründer und geschäftsführenden Gesellschafter Hermann Binkert geleitet wird. Das Unternehmen erstellt für Kunden aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft qualitative und quantitative Marktforschungsstudien.

www.insa-consulere.de

 

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